Unsere Projekte

Zur Förderung der Gesundheit und des Wohlergehens der Pferde

Die Stiftung Pro Pferd will mit den unterstützten Projekten einen aktiven Beitrag zur Förderung der Gesundheit und des Wohlbefindens von Pferden leisten. Bei der Evaluation der Forschungsprojekte wird grosser Wert auf deren Praxisbezug gelegt, ebenso ist die wissenschaftlich-medizinische Relevanz von zentraler Bedeutung.

Hier finden Sie aktuelle Informationen zu unseren Projekten. 

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Nur dank Ihrer Unterstützung ist es möglich, die Projekte zum Wohl der Pferde erfolgreich umzusetzen. Möchten Sie ein Projekt finanzieren? 

Biomechanisch korrektes Reiten

Der stabile Oberkörper und die Bewegung des Pferdes

Ein besonders wichtiges Ziel des Reitens ist, dass das Pferd die Reiterin oder den Reiter aktiv trägt. Dies bedeutet, dass das Pferd die Muskulatur des Schultergürtels und die Rumpfmuskulatur aktiviert und das Gewicht der Reiterin / des Reiters so trägt, dass es sich ungestört bewegen kann. Welchen Einfluss der Reitersitz auf die Bewegung und Balance des Pferdes haben kann, ist wissenschaftlich kaum untersucht. Um das Zusammenspiel von Pferd und Reiterin/Reiter besser zu verstehen, soll die Reaktion des Pferdes auf eine Körperhaltungsänderung der Reiterin / des Reiters quantifiziert werden. Besonders die Sitzkorrektur nach Angela Lohmann bzw. nach dem Prinzip der Biomechanisch korrekten Reitlehre (BKR) wird untersucht.

Projekt 2020-06
Antragsteller: Prof. Dr. med. vet. Michael Weishaupt
Kosten: CHF 15'570
Status: In Arbeit

 


Balancierung von deformierten Hufen

Forschung und Kunst am Huf

Die Belastungsverhältnisse am Huf zu lesen ist eine Kunst. Sie basiert auf Beobachtungsgabe, Intuition und Erfahrung, welche die Voraussetzungen sind um den Huf so zu bearbeiten, dass er gesund und belastbar bleibt. Werden die Zeichen einer ungleichen Belastung der verschiedenen Hufsegmente (Zehen‐, Seiten‐ und Trachtenwand) nicht erkannt oder falsch gelesen, verformt sich die Hufkapsel zunehmend. Das kann zu Folgeschäden direkt am Huf (z.B. lokale Huflederhautentzündung oder ‐nekrose, Hornspalten, deformierte Hufwände) oder an der distalen Gliedmasse (Überbelastung von Sehnen und Bändern) führen.

Projekt 2019-03
Antragsteller: Ruedi Blumer, eidg. dipl. Schmiedemeister
Kosten: CHF 15'000
Status: In Arbeit

 


Fruchtbarkeitsstörungen bei Stuten

Altersbedingte Veränderung der Gebärmutterschleimhaut 

In der Pferdezucht werden vorwiegend ältere Stuten nach einer erfolgreichen Karriere im Sport eingesetzt. Viele zeigen aber Fruchtbarkeitsstörungen. Diese beruhen vorwiegend auf einer Endometrose, einer altersbedingten, irreversiblen Veränderung der Gebärmutterschleimhaut. Die Stuten entwickeln häufig nach der Besamung eine persistierende Gebärmutterentzündung (Endometritis), die unter Einsatz von Antibiotika und kontraktionsfördernden Medikamenten behandelt werden muss. In diesem Projekt werden Faktoren in der Gebärmutterschleimhaut und in der uterinen Flüssigkeit solcher Stuten identifiziert, welche die Etablierung einer Trächtigkeit sowie die Entwicklung des frühen Embryos beeinflussen.  

Projekt 2018-03
Antragsteller: Prof. Dr. med. vet. Heinrich Bollwein
Kosten: CHF 170'000
Status: In Arbeit
 

 


Antrag für ein Forschungsprojekt

Sie möchten ein Forschungsprojekt vorschlagen? Dann füllen Sie bitte das Formular aus um Ihr Projekt einzureichen. Der Einsendeschluss ist jeweils 30. April und 31. Oktober.

Die Projekte in der chronologischen Übersicht


Schnelltest zur Zuchttauglichkeit von Stuten

Fruchtbarkeitsprobleme sind nicht nur beim Menschen, sondern auch bei Pferden gut dokumentiert. Während die Evaluierung der Fruchtbarkeit bei Hengsten über die Untersuchung der Sperma-Qualität durch die Zuchtverbände relativ gut gesichert ist, stellt sich die Situation für Stuten etwas komplizierter dar. Bereits 1968 wurde der erste Fall einer unfruchtbaren Stute veröffentlicht und dieser Umstand mit dem Fehlen eines Chromosoms erklärt. Heute wissen wir, dass es sich dabei um eines der beiden X Chromosomen handelte und dass dieses Krankheitsbild vergleichbar ist mit dem humanen Turner-Syndrom (Monosomie X). 

Fernziel der Studie ist, einen Screening-Schnelltest zu entwickeln, bei dem anhand von Mundschleimhautabstrichen die Anzahl der X Chromosomen mit speziellen Sonden einfach bestimmt werden kann. So lassen sich unfruchtbare Stuten erkennen, was diesen unnötige Bedeckungen und Therapien erspart.

Antragsteller: PD Dr. med. vet. Claude Schelling
Kosten: CHF 12'735
Status: In Arbeit