Unsere Projekte

Zur Förderung der Gesundheit und des Wohlergehens der Pferde

Die Stiftung Pro Pferd will mit den unterstützten Projekten einen aktiven Beitrag zur Förderung der Gesundheit und des Wohlbefindens von Pferden leisten. Bei der Evaluation der Forschungsprojekte wird grosser Wert auf deren Praxisbezug gelegt, ebenso ist die wissenschaftlich-medizinische Relevanz von zentraler Bedeutung.

Hier finden Sie aktuelle Informationen zu unseren Projekten. 

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In-vitro

In-vitro-Herstellung von PMSG

Das Hormon PMSG (pregnant mare serum gonadotropin) ist ein vielfach in der Veterinärmedizin verwendetes Hormon, welches aus dem Serum trächtiger Stuten unter ethisch höchst bedenklichen Methoden gewonnen wird. Bisher ist es aufgrund der komplexen Molekülstruktur nicht gelungen, PMSG im Labor herzustellen. Wir wenden neueste molekularbiologische Methoden an, um diese Problem zu lösen und PMSG im Labor produzieren zu können.

Hierbei handelt es sich um ein Folgeprojekt von PR 2017/03.

Projekt 2018/05
Antragsteller: Prof. Dr. Thorsten Buch (PhD)
Kosten: CHF 150'000
Status: 2018 bis heute (in Arbeit)

 


Augentropfen

Kortison und positive Dopingproben

Kortisonhaltige Augentropfen werden beim Pferd für eine Vielzahl von Augenerkrankungen in ein oder beide Augen kurz- oder langfristig verabreicht. Inwieweit die Medikamente nach ihrer Absorption über die Bindehaut in Blut und Urin nachweisbar sind, ist weitgehend unbekannt. Da Kortison zu den verbotenen Substanzen für Sportpferde zählt, ist es wichtig, herauszufinden, ob und wann die Medikamente zu positiven Dopingproben führen können.

Projekt 2017/02
Antragsteller: Dr. med. vet. Katrin Voelter, Dipl. ECVO
Kosten: CHF 15'000
Status: abgeschlossen per 10. Mai 2018

 


Eignung des Audicor

Neuartiges Gerät zur klinischen Überwachung

Das Projekt hat zum Ziel, ein neuartiges Gerät (Audicor) zur klinischen Überwachung von Pferden zu etablieren. Das Gerät erlaubt es, nicht-invasiv und kabellos ein Elektrokardiogramm, die Herztöne, allfällige Herzgeräusche, die Atmungsaktivität sowie körperliche Aktivität und Körperhaltung über 24 Stunden aufzuzeichnen. Aus den Daten können zudem Erkenntnisse über die elektromechanische Herzaktivität und hämodynamische Parameter gewonnen werden. Mit der Etablierung dieses Gerätes steht in Zukunft ein einfach zu verwendendes, günstiges und nicht-invasives Überwachungsgerät für Pferde zu Verfügung, welches von Tierärzten und Pferdebesitzern im Feld angewendet werden kann.

Projekt 2017/01
Antragsteller: Prof. Dr. med. vet. Colin Schwarzwald (PhD)
Kosten: CHF 14'655
Status: abgeschlossen per 30. April 2018

 


Antrag für ein Forschungsprojekt

Sie möchten ein Forschungsprojekt vorschlagen? Dann füllen Sie bitte das Formular aus um Ihr Projekt einzureichen. Der Einsendeschluss ist jeweils 30. April und 31. Oktober.

Die Projekte in der chronologischen Übersicht


Dünndarmstrangulationen mit Unterbrechung der Blutversorgung stellen eine ernste Bedrohung für Pferde dar. Obwohl viele Strangulationskoliken chirurgisch behandelt werden können, gibt es die Notwendigkeit, weitere Strategien zur Reduktion postoperativer Komplikationen und damit der Todesfallrate zu entwickeln. In verschiedenen Tiermodellen konnte ein positiver, gewebeschützender Effekt durch ischämische Postkonditionierung (IPoC) aufgrund einer Abschwächung des Ischämie Reperfusionsschadens gezeigt werden. Im Gegensatz zu ischämischer Präkonditionierung (IPreC), die bei klinischen Kolikpatienten von geringer Relevanz ist, da die Ischämie bereits besteht, könnte IPoC eine machbare Strategie für erkrankte Pferde darstellen. Beim Pferd wurden bisher keine Studien dazu gemacht und die Labortiermodelle unterscheiden sich zum Teil stark von der intestinalen Ischämie wie sie bei Pferden auftritt.

Das Hauptziel der aktuellen Studie ist es den Effekt von IPoC an einem experimentellen Modell equiner intestinaler Ischämie zu untersuchen.

Antragsteller: Prof. Dr. med. vet. Sabine Kästner
Kosten: CHF 15'174
Status: 2019 bis heute (in Arbeit)

Die Belastungsverhältnisse am Huf zu lesen ist eine Kunst. Sie basiert auf Beobachtungsgabe, Intuition und Erfahrung, welche die Voraussetzungen sind um den Huf so zu bearbeiten, dass er gesund und belastbar bleibt. Werden die Zeichen einer ungleichen Belastung der verschiedenen Hufsegmente (Zehen , Seitenwand und ‐ Trachtenwandsegment) nicht erkannt oder falsch gelesen, verformt sich die Hufkapsel zunehmend, was zu Folgeschäden am Huf direkt (z.B. lokale Huflederhautentzündung oder nekrose, Hornspalten, deformierte Hufwände) oder an der distalen Gliedmasse (Überbelastung von Sehnen und Bändern) führen kann.  

Ziel der Studie ist, die Langzeitwirkung von konsequent umgesetzten Richtlinien des Normalbeschlages auf die Hufkapselform zu erforschen. Dafür wird die Hufkapselform genau dokumentiert, um Änderungen von Beschlag zu Beschlag zu vergleichen und die Formveränderungen sowie die biomechanischen Verhältnisse (Hebellängen zum Hufgelenkdrehpunkt) quantitativ auszuwerten.  

Antragsteller: Ruedi Balmer und Prof. Dr. med. Michael Weishaupt
Kosten: CHF 15'000
Status: 2019 bis heute (in Arbeit)

Die Equinen Herpesviren 1 und 4 (EHV1, EHV4) sind sehr ähnliche Viren, die unabhängig von einander in Equiden vorkommen. Es wird angenommen, dass beide Viren überwiegend auf die Epithelien des Respirationstrakts zielen, was bei neu befallenen Organismen zum Ausbruch einer Infektion führt. EHV1, bei Pferden landläufig als Abort-Virus bekannt, wird bei Infektionen als primärer Verursacher von gesundheitlichen Komplikationen betrachtet, wie Lähmungserscheinungen, Aborte oder gar Todesfälle von neugeborenen Fohlen. EHV4 dagegen, meist ursächlich für Rhinopneumonitis, hat woh kaum etwas mit diesen Komplikationen zu tun. Während in jüngster Zeit beachtliche Fortschritte bezüglich der Entstehung und Diagnose von EHV-bezogenen Krankheiten erzielt wurden, ist noch wenig bekannt über die Dynamik, die den EHV-Viren in Pferdebeständen zugrunde liegt.

Antragsteller: PD Dr. med. vet. Angelika Schoster
Kosten: CHF 15'000
Status: 2019 bis heute (in Arbeit)

Schlaf ist bei Tieren ein allgegenwertiges Verhalten, aber dessen Zweck ist noch weitgehend unbekannt. Die schädlichen Auswirkungen von Schlafstörungen auf die generelle Gesundheit werden zusehends erkannt, so auch das Risiko für neurodegenerative Erkrankungen. Die Nervensysteme in Bezug auf die Regulierung von Schlaf- und Wach-Phasen (Orexin-System) zu verstehen, ist von grossem wissenschaftlichen Interesse und von ebenso grosser klinischer Bedeutung.

Antragsteller: Dr. Philipp Valko
Kosten: CHF 15'000
Status: 2018 bis heute (in Arbeit)

Das Projekt hat zum Ziel, ein neuartiges Gerät (Audicor(R)) zur klinischen Überwachung von Pferden zu etablieren. Das Gerät erlaubt es, nicht-invasiv und kabellos ein Elektrokardiogramm, die Herztöne, allfällige Herzgeräusche, die Atmungsaktivität sowie körperliche Aktivität und Körperhaltung über 24 Stunden aufzuzeichnen. Aus den Daten können zudem Erkenntnisse über die elektromechanische Herzaktivität und hämodynamische Parameter gewonnen werden. Mit der Etablierung dieses Gerätes steht in Zukunft ein einfach zu verwendendes, günstiges und nicht-invasives Überwachungsgerät für Pferde zu Verfügung, welches von Tierärzten und Pferdebesitzern im Feld angewendet werden kann.

Antragsteller: Prof. Dr. med. vet. Colin Schwarzwald (PhD)
Kosten: CHF 14'655
Status: abgeschlossen per 30. April 2018

Das Projekt hat zum Ziel, ein neuartiges Gerät (Audicor(R)) zur klinischen Überwachung von Pferden zu etablieren. Das Gerät erlaubt es, nicht-invasiv und kabellos ein Elektrokardiogramm, die Herztöne, allfällige Herzgeräusche, die Atmungsaktivität sowie körperliche Aktivität und Körperhaltung über 24 Stunden aufzuzeichnen. Aus den Daten können zudem Erkenntnisse über die elektromechanische Herzaktivität und hämodynamische Parameter gewonnen werden. Mit der Etablierung dieses Gerätes steht in Zukunft ein einfach zu verwendendes, günstiges und nicht-invasives Überwachungsgerät für Pferde zu Verfügung, welches von Tierärzten und Pferdebesitzern im Feld angewendet werden kann.

Antragsteller: Prof. Dr. med. vet. Colin Schwarzwald (PhD)
Kosten: CHF 14'655
Status: abgeschlossen per 30. April 2018