Pro Pferd lädt Politiker in die Manege

Wissenschaftlicher Austausch zur Pferdehaltung im Zirkus Knie


Geht es nach der früheren Zürcher Gemeinderätin Elena Marti (Grüne) und dem Gemeinderat Alan David Sangines (SP) soll es im Zirkus Knie keine Pferde mehr geben. Sie wollen jegliche Vorstellungen mit Tieren verbieten. Ihr Postulat führte im vergangenen Januar zu einer umstrittenen Diskussion, die aus fachlicher Sicht in keiner Weise überzeugte. Das aktuelle Zürcher Gastspiel des Zirkus Knie nahm die Stiftung Pro Pferd (im Bild Brigitte von Rechenberg und Anton Fürst mit Fredy Knie jun., v.r.n.l.) deshalb zum Anlass, den Gemeinderat in die Manege einzuladen, um aus wissenschaftlich fundierter Sicht über die Haltung von Pferden und deren Beziehung zu uns Menschen zu informieren.


Der Zürcher Gemeinderat umfasst 125 Mitglieder. Rund ein Duzend packte die Chance, sich von Anton Fürst, Ruth Herrmann, Christa Wyss und Brigitte von Rechenberg informieren zu lassen, zu sehen, wie Fredy Knie jun. junge Vollblutaraber ausbildet und zu hören, was Sandra Schaefler vom Schweizer Tierschutz STS zum Umgang der Familie Knie mit ihren Pferden meint. An der sachlichen Diskussion hatten die beiden Initianten des Postulats indes kein Interesse. Sie folgten der Einladung nicht. Für Fredy Knie jun. wenig verwunderlich. «Alle unsere Trainings sind öffentlich, zum Wohl des Pferdes suchen wir den Dialog. Leider aber wird dieser zu oft verweigert.»


Der Dialog auf wissenschaftlich fundierter Basis aber ist wichtig. Nur so lassen sich verlässliche Fakten vermitteln. Und diese sind speziell im öffentlichen Diskurs gefragt. Denn würden politisch und emotional gefärbte Beweggründe zu einem Verbot für Pferdenummern in Zirkussen auf dem Platz Zürich führen, wäre dies nur der Anfang einer für Tierhalter unschönen Entwicklung. Ein Verbot von Pferden an sämtlichen Veranstaltungen und sogar ein generelles Tierhalteverbot könnten die langfristigen Folgen davon sein.

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