Equine Parvovirus-Hepatitis (EqPVH)

Aktualisiert: 12. Juli 2020

Vorkommen bei Pferden mit Leberveränderungen und mögliche Übertragungswege bei subklinisch infizierten hospitalisierten Pferden



Das 2018 erstmals isolierte equine Parvovirus-Hepatitis (EqPV-H) steht im

Zusammenhang mit dem Ausbruch der potenziell tödlich verlaufenden equinen

Serumhepatitis, auch Theiler`s Disease genannt. Die Erkrankung führt zu einer akuten

Hepatitis und Leberzellnekrose, die in einem Leberversagen enden kann. EqPV-H

konnte aus Serum- und Leberproben erkrankter und experimentell infizierter Pferde

isoliert werden. In gesunden subklinisch infizierten Pferden wird EqPV-H mit einer

DNA-Prävalenz bis zu 17% und einer Antikörper-Prävalenz von bis zu 35% im Serum

detektiert. Eine Übertragung über kontaminierte Blutprodukte nach ärztlicher Einwirkung wurde bereits nachgewiesen, wogegen für horizontale Übertragungswege durch Kot,

Nasensekret und Speichel starke Evidenz besteht. Das Forschungsprojekt zielt darauf ab,

die Beteiligung von Infektionen mit EqPV-H bei Pferden mit diagnostizierten

Lebererkrankungen zu untersuchen. Zudem soll bei Patienten einer Überweisungspferdeklinik während des Klinikaufenthalts das potentielle Risiko abgeschätzt werden, mit dem EqPV-H in Kontakt zu kommen.

Projekt 2020-11 Antrag von: Prof. Dr. med. vet. Dipl. ECEIM Jessika-Maximiliane Cavalleri, Wien Kosten: CHF 15'000 Status: In Arbeit


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