Mücken-Stopp auf der Weide: So verhinderst du gefährliche Brutstätten rund um Tränke und Koppel
- Pro Pferd

- vor 6 Stunden
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Sommerzeit ist Weidezeit - doch Mücken- und Gnitzen-Schwärme können den Weidegang für Pferde zur Qual machen. Was viele nicht wissen: Häufig schaffen wir die perfekten Lebensbedingungen für die Plagegeister direkt selbst auf der Koppel. Prof. Dr. med. vet. Conny Herholz (HAFL) zeigte im Webinar der Stiftung Pro Pferd, wie durch cleveres Weidemanagement die Fortpflanzung von Insekten gestoppt wird.
Die unscheinbare Gefahr: Stehendes Wasser
Mücken und Gnitzen benötigen stehendes, abgestandenes Wasser, um ihre Eier abzulegen. Auf der Weide und rund um den Stall gibt es dafür oft zahlreiche unfreiwillige Brutstätten:
Offene, selten gereinigte Wassertröge und Regentonnen
Kleine Pfützen in Matschzonen
Abgestandene Wasseransammlungen in Eimern oder Abdeckplanen
Schon kleine Wasseransammlungen reichen aus, damit sich Tausende Mückenlarven entwickeln. Tränken sollten daher in der wärmeren Jahreszeit regelmässig gründlich gereinigt und Regentonnen stets abgedeckt werden.
Der Kies-Trick gegen matschige Brutareale
Rund um Tränken oder Paddock-Eingänge entstehen durch das Hufgetrappel schnell tiefgründige, matschige Zonen. In Kombination mit Urin und Wasser bilden sich dort ideale Entwicklungsbedingungen für Insekten.
Die Lösung aus der Praxis
Befestige solche feuchten Stellen konsequent mit Sand oder Kies. Das lässt Oberflächenwasser schneller versickern, hält den Boden trocken und entzieht den Mückenlarven den feuchten Nährboden.
Die richtigen Weidezeiten wählen
Mücken und Gnitzen sind besonders aktiv in der Dämmerung - also in den frühen Morgen- und späten Abendstunden. Wer Pferde mit Neigung zu Sommerekzem oder starker Mückenempfindlichkeit hält, sollte die Weidezeiten anpassen und die Tiere während der Hauptflugzeiten im geschützten Stall unterbringen.
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