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West-Nil-Virus (WNF) erreicht die Schweiz


Was Pferdehalter über Übertragung, Symptome und Impfung wissen müssen.

In der Schweiz wurde im Jahr 2022 erstmals das West-Nil-Virus bei einheimischen Mücken nachgewiesen, der erstmalige Nachweis einer autochthonen WNV-Infektion beim Menschen im Jahr 2025. Es ist nur eine Frage der Zeit bis es auch Pferde infiziert.

Klimaveränderungen beeinflussen Infektionskrankheiten auch in der Pferdemedizin. Im Webinar der Stiftung Pro Pferd erläuterte Dr. Julia van Spijk, Oberärztin an der Klinik für Pferdemedizin Zürich und Co-Leiterin der Equinella Fachstelle, wie das West-Nil-Virus (WNV) übertragen wird, welche Symptome auftreten und wie eine Impfung schützt.

Wie wird das West-Nil-Virus übertragen? Das West-Nil-Virus ist eine Zoonose, die auch den Menschen betreffen kann.


  • Der Übertragungsweg:  Das Reservoir des Virus bilden Singvögel. Die Übertragung erfolgt über Mücken.

  • Symptome: Neurologische Erkrankung (Encephalomyelitis) Das Virus kann eine Encephalomyelitis (neurologische Erkrankung) verursachen. Zu den klinischen Symptomen gehören:

    • Fieber, Gangstörung, Muskelzittern, Verhaltens- und Bewusstseinsveränderungen sowie Ausfälle von verschiedenen Nerven.

Eine gezielte Therapie existiert nicht. Bei schweren Verläufen endet die Erkrankung bei bis zu 30 % der Fälle tödlich. Die Diagnose erfolgt über Serologie (IgM- Antikörper).

Vorbeugung durch Impfung

  • Schutz durch Impfung:  Die Impfung schützt vor der Erkrankung und ist in der Schweiz verfügbar.

  • Wann sollte geimpft werden?  Sinnvoll ist zur Zeit die Impfung, wenn Reisen mit dem Pferd in die folgenden Ländern in Europa geplant ist:

    • Deutschland

    • Griechenland

    • Italien

    • Spanien

    • Frankreich

    • Ungarn

    • Rumänien

    • Tschechien

  • Die Impfung sollte vor der Mückensaison gestartet werden. Anschließend ist eine jährliche Auffrischung erforderlich.

Fazit Mückenübertragene Infektionskrankheiten wie das West-Nil-Virus gewinnen im Kontext der Klimaveränderungen in der Schweiz und Europa an Bedeutung. Die Früherkennung und Überwachung in der Schweiz erfolgen unter anderem über die Informationsplattform Equinella.

 



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